Wir sind gut angekommen. Alles ging sehr gut, ohne Schwierigkeiten. Wir haben großes Glück, denn viele Reisende versuchen, aus Südostasien weg zu kommen, weil es immer schwieriger wird, und die Europäer gerade bei den Einheimischen nicht so hoch im Kurs stehen, weil sie den Virus mitbringen.
Im Vorletzten Beitrag habe ich geschrieben, dass uns bisher nichts Schlimmeres widerfahren ist. Ich sollte wissen, dass man das nicht zu laut sagen, geschweige denn schreiben soll.
So eine lange Schreib-Pause haben wir noch nicht gehabt.
Ist mir in der ersten Zeit immer so viel eingefallen, was ich schreiben möchte, habe ich jetzt das Gefühl, dass in der letzten Zeit gar nichts Aufregendes passiert ist.
Wie schön für uns, dass Georgetown auf der malaysischen Insel Penang ein thailändisches Konsulat hat. Denn ansonsten hätte es uns nicht hierher verschlagen.
Wir hatten sie Befürchtung, dass uns das 30-Tage-Visum, das man bei der Einreise nach Thailand beantragen kann, für unseren Aufenthalt auf Koh Pha Ngan nicht ausreichen würde. Deswegen sind wir von Langkawi aus mit der Fähre hierher gefahren, um bei der Botschaft ein Visum für drei Monate zu beantragen, damit das im Februar alles ein bisschen entspannter wird. Was für ein Glück, denn Georgetown ist quirlig, spannend, exotisch und man kann viel unternehmen und sehr gut essen. Was will man mehr?
Nachdem wir einen ganzen Monat kaum unsere kleine Schulwelt verlassen hatten, hat uns Chiang Mai ganz schön geflasht. Aber ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich mich sehr über fließendes warmes Wasser und Essen, das nicht aus Reis, scharfer Sauce und unterschiedlichster tierischer Körperteile besteht, gefreut habe. Zuerstmal haben wir uns alle in Sachen Körperpflege mal wieder auf Vordermann gebracht.
Von einer netten Familie mit kleinen Kindern hatten wir den Tip für ein Museum zum Thema Illusion Art bekommen, was wir dann besucht haben.
Wir hatten noch ereignisreiche letzte Tage an der Raisom-Schule und wollten die Zeit auch noch gut nutzen. Der Monat dort ist ohnehin irgendwie im Flug vergangen. Uns kam die Vorbereitung des Kindertages zwei Tage vor unserer Abreise sehr chaotisch vor. Da so wenige Leute an der Schule Englisch sprechen, haben wir ja auch nie irgendetwas von den Planungen mit bekommen. Und ich muss zugeben, dass sie dort echt einiges auf die Beine gestellt haben.
Beim Plakat, das hinter der großen Bühne hing, hatten wir fleißig mit geholfen. Die lieben Praktikantinnen hatten auch Luisa einbezogen, die Tiere auf der Erdkugel zu malen. Wie auch sonst, bin ich immer eher die Frau fürs Grobe, habe also viel ausgemalt.
Keine Ahnung, wo die Zeit geblieben ist. Hatten wir in den ersten Monaten manchmal das Gefühl, wir wären schon ewig unterwegs, weil wir so viel erlebt haben, sind die letzten vier Wochen vorüber geflogen.
Unser Besuch im UXO-Museum von Laos ist zwar schon wieder ein paar Wochen her, aber das Thema beschäftigt mich nach wie vor sehr.
Wir haben, besonders in Laos und Myanmar, neben all dem Schönen, das wir erlebt haben, auch viele schreckliche Dinge erfahren. Es stimmt uns sehr nachdenklich über unser behütetes und bequemes Leben in Deutschland.